Es scheint noch Weingüter zu geben, denen es zu gut geht, als dass sie ein reges Interesse am Verkauf ihrer Weine haben. So geschehen heute beim Weingut Martin Müllen in Traben-Trarbach. Um 11:40 Uhr schellte der Weinschreiber mit der Bitte, doch Weine verkosten und auch kaufen zu dürfen. Die Dame des Hauses empfing den Weinschreiber zunächst scheinbar freundlich und erklärte, dass Müllen derzeit Mittagpause habe und ab 15:00 Uhr wieder geöffnet sei. Aber der unrühmliche Höhepunkt war die Aussage, dass “Touris” dies gerne übersähen. Der Weinschreiber nebst Gattin könne ja um 3 wieder kommen.
Der Weinschreiber wird sicher noch oft die Region bereisen. Und dort auch Weine kaufen. Wie eben auch an diesem Wochenende geschehen. Aber sicher wird er keine Weine bei Müllen kaufen. Denn er möchte dort nicht mehr stören. Dort, wo die Mittagspause schon morgens beginnt.
CU
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Die Bodegas Valdemar ist ein alt eingesessener Familienbetrieb. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1889. Der heutige Besitzer, Jesus Martinez Bujanda, leitet das Weingut gemeinsam mit seinen Kindern Ana und Carlos. Und dies auch sehr erfolgreich, wie der aktuelle Wein der Woche beweist.
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6. Mai 2010 um 06:54 Uhr
Wie beschränkt muss der Horizont des “Weinschreibers” sein, wenn er sich derart über einen Winzer erhebt, wie in dieser emerkung über Müllen.
Als ob er das Recht habe, zu jeder Zeit so erwartet zu werden, wie er es sich vorstellt.
Mir scheint der “Weinschreiber” hat keine Vorstellung davon, dass Weinreben gepflanzt, gehegt, gebunden, geschnitten…. werden müssen, und dass dies ARBEIT bedeutet, die zur Folge hat, dass man nicht zu Hause auf vorbeischlendernde Weinschreiber warten kann, sondern draußen ist.
Und der “Weinschreiber” hat offenbar auch keine Vorstellung davon, dass sich auch im Keller der Wein sich nicht von selber macht. Dass auch hier ARBEIT auf den Winzer wartet. Morgens, mittags, abends, und oft genug auch nachts.
Und wer so hart arbeitet wie ein Winzer, der muss schließlich auch eine Pause machen, muss essen, braucht seine Ruhezeiten…
Ich würde sagen: Wer so wenig Vorstellung von dem Leben eines Winzers hat, dass er glaubt - nur weil er nicht so empfangen worden ist, wie er es sich wünscht -, dass er solch süffisante Äußerungen schreiben kann…, den kann man als “Weinschreiber” vergessen. Aber völlig. Und Tschüss, “Weinschreiber”
6. Mai 2010 um 07:22 Uhr
Hallo Frederic,
Danke für den “wertvollen” Beitrag! Ich muss aber trotzdem noch etwas zur Aufklärung beitragen:
Hier ging es nicht alleine um die Tatsache, dass ich während normaler Geschäftszeiten abgewiesen wurde, sondern vor allem auch um die Art der Abweisung. Das hatte mit dem Aufbau und der Pflege von Kundenbeziehungen aber auch gar nichts zu tun.
Wenn ich als Winzer das Hofgeschäft nicht betreiben möchte, biete ich es auch gar nicht erst an. Dann entstehen keine derartigen Missverständnisse. Denn bei anderen Winzern klappt das reibungslos - auch um 20 vor 12 Uhr am Morgen.
Die Arbeit eines Winzers ist mir durchaus vertraut. Auch aus eigener - zugegebener Maßen überschaubarer - Erfahrung heraus kenne ich das Spektrum der Winzeraufgaben gut.
Doch leider kann es auch schon mal vorkommen, dass die wesentlichen Regeln des Kundenbeziehungsmanagements nicht oder nur unzureichend bekannt sind. Dies scheint ja auch bei Dir der Fall zu sein. Abhilfe schaffen kann hier beispielsweise die Lektüre entsprechender Fachliteratur, das Besuchen von Seminaren oder der Austausch mit Menschen, die davon Ahnung haben.
Abschließend bedanke ich mich bei Dir für das bisher dem Weinschreiber entgegen gebrachte Interesse und sage ebenfalls Tschüss und bestimmt nicht auf Wiedersehen.
Der Weinschreiber