Ein Schwerpunkt des Weinschreiber’schen Messebesuchs war – wie jedes Jahr – die Verkostung des aktuellen Jahrgangs der österreichischen Winzerelite. Um es gleich vorweg zu nehmen: Der (weiße) Jahrgang 2009 wird auch in Österreich hervorragende Ergebnisse liefern. Das, was den Grünen Veltlinern sowie den Rieslingen im letzten Jahrgang häufig an Tiefe und Struktur fehlte, konnte der Weinschreiber heuer wieder bei vielen Winzern in schöner Breite vorfinden. Der Weinschreiber verzichtete hier auf eine Bepunktung der verkosteten Weine und konzentrierte sich darauf, einen möglichst umfassenden Einblick über die präsentierten Qualitäten zu bekommen.
Herausragende Ergebnisse fand der Weinschreiber insbesondere bei Hiedler, Ehmoser, dem Geyerhof, Angerer und als Neuentdeckung auch bei Martin Moser. Aber auch Ott, Alzinger und Hirtzberger brachten große Weine ins Glas.
Etwas enttäuschend hingegen waren nach Weinschreibers Meinung die Kollektionen der letztes Jahr noch hervorragenden Weingüter Gobelsburg, Hirsch oder Mantlerhof. Sie ließen es an Tiefe, Struktur und Frucht fehlen. Teilweise musste der Weinschreiber schon Probleme im Keller befürchten. Unabhängig davon verwunderte die Qualität der Weine schon sehr, hatte Österreichs Wetter doch mit einem goldenen Herbst optimale Voraussetzungen für eine (durch einen nassen Sommer bedingt) späte, jedoch hervorragende Reife geschaffen.
Doch zurück zu den Spitzenwinzern: Das Kamptaler Weingut Hiedler brachte wieder einmal überaus hervorragende Ergebnisse mit seinem Grünen Veltliner Maximum sowie seinem Riesling Maximum in die Flasche. Das ist schon richtig großer Stoff und angesichts des relativ überschaubaren Preises fast eine Kaufpflicht für alle Weinliebhaber. Der Weinschreiber kann sich auf jeden Fall nicht erinnern, die Maximums jemals besser verkostet zu haben! Aber auch die Basis verspricht viel, viel Trinkspaß.
Josef Ehmoser vom gleichnamigen Weingut im schönen Wagram präsentierte ebenfalls eine hervorragende Kollektion mit einem wieder mal wunderbar gelungenen Grünen Veltliner Aurum an der Spitze. Auch hier dürfte sich ein Kaufreflex beim Probieren einstellen. Hier gilt jedoch auch: Die Basis schmeckt ebenfalls richtig gut!
Ilse Maier vom Kremstaler Bio-Weingut Geyerhof überzeugte mit einer ebenfalls durch die Bank hervorragenden Kollektion. Die Grünen Veltliner präsentierten sich fest, mit schöner Tiefe und tollem Charakter. Von der Basis bis zu dem Spitzengewächsen allesamt mit toller Typizität versehen, werden sie den späteren Besitzern sicher viel Freude im Glas bereiten.
Der Kamptaler Kurt Angerer wiederrum ist der Winzer für die ehrlichen, die unverfälschten Grünen Veltliner. Die feste, recht rustikale Art seiner Grünen Veltliner und auch seines Riesling Donatus vermögen es jedes Jahr auf’s Neue, den Weinschreiber zu begeistern. Hier kann man sich jedes Jahr auf die Qualitäten verlassen; angefangen beim Grünen Veltliner Kies bis hin zum Grünen Veltliner Eichenstaude oder eben auch dem Riesling Donatus. Wer Grünen Veltliner in Topform genießen möchte, sollte den Namen Angerer auf den Einkaufszettel schreiben!
Das Wagramer Weingut Ott vermochte es einmal mehr, den Weinschreiber mit den Grünen Veltlinern des Hauses zu überzeugen. Das berühmte Fass 4 machte ebenso Spaß, wie der Grüne Veltliner Der Ott. Die Weine überzeugten durch eine animierende Säurestruktur, schönem Schmelz und feiner Frucht. Auch der Rheinriesling präsentierte sich tadellos.
Das Weingut Alzinger aus der Wachau ist schon lange ein Klassiker in der österreichischen Weinszene und besitzt höchste internationale Anerkennung. Wer die Smaragde aus dem Hause Alzinger schon einmal verkostet hat, weiß auch, warum. Und die Qualität des Jahrgangs 2009 setzt noch eines drauf. Herrlich der Grüne Veltliner Loibenberg Smaragd, der Grüne Veltliner Hollerin Smaragd und an der Spitze der Grüne Veltliner Steinertal Smaragd. Aber auch die Federspiele bereiten schönen Trinkspaß. Natürlich weiß Alzinger auch um die Qualität seiner Weine. Wer also Wachauer Spitzenqualitäten aus dem Hause Alzinger sein eigen nennen möchte, muss schon mal eine Etage tiefer ins Portemonnaie greifen.
Franz Hirtzberger kommt ebenfalls aus der Wachau. Und er gehört ebenfalls zur österreichischen Winzerelite. Und auch hier kann der Weinschreiber nur konstatieren: Zu Recht. Denn die präsentierten Grünen Veltliner mit dem Honivogl Smaragd an der Spitze sind schon eine Sünde wert. Apropos Wert: Auch für Hirtzberger gilt, dass Qualität ihren Preis hat. Aber der Weinschreiber kann dem geneigten Leser versichern, dass sich auch hier die Investition lohnen wird. Quer durch die Bank ist Hirtzberger einfach ein Garant für höchste vinophile Genüsse.
Die Neuentdeckung des Jahres war auf jeden Fall die aktuelle Kollektion des Weinguts Hermann Moser aus dem Kremstal, präsentiert vom Inhaber Martin Moser. Der Weinschreiber hatte bis dato ein etwas gespaltenes Verhältnis zum Namen Moser, denkt der geneigte Leser doch direkt an den Weinriesen Lenz Moser und dessen viele eher belanglose Weine. Doch Martin Moser versteht etwas von seinem Handwerk. Wunderbar fruchtbetonte, zugleich aber auch mit der typisch schönen Würzkomponente ausgestattete Veltliner, schon mit einer erstaunlich ausgeprägten Eleganz ausgezeichnet, die zwangsläufig die Frage nach der Alterungsfähigkeit der Weine aufwarf. Doch auch die präsentierten Vorjahresweine zeigten sich mit der gleichen Frische und Eleganz, so dass der Weinschreiber auch hier eine absolute Kaufempfehlung ausgeben kann. Besonderes Augenmerk sollte hier auf die Grünen Veltliner DAC Reserve sowie dem Riesling Kellerterrassen Gebling DAC Reserve gelegt werden. Was Martin Moser hier ins Glas zaubert, ist schon große Winzerkunst!
Fazit
Die Grünen Veltliner sowie die österreichischen Rieslinge des Jahrgangs 2009 sind eine Bank. Hier spielt sich richtig großes Kino im Glas ab! Der Weinschreiber kann sich eigentlich nicht erinnern, jemals so viele so gute Weine auf einer einzelnen Messe verkostet zu haben. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass die jeweiligen Spitzenweine der genannten Weingüter durchaus auch für eine längere Lagerung geeignet sind. Denn im Gegensatz zu Jahrgängen, wie etwa 2003, hatten die Trauben Zeit zur Reife, ohne dabei abzusaufen oder durch die Sonne verbrannt zu werden. Der Weinschreiber wird auf jeden Fall zugreifen.
Bei wem? Steht doch oben
Tu felix Austria!
CU
Klar, was sich Kevin Kuranyi seinerzeit in der Nationalmannschaft geleistet hat, war dumm und ärgerlich. Und auch eine saftige Strafe wert. Doch ein Ausschluss aus der WM Elf ist ein komplett falsches Zeichen von Bundestrainer Joachim Löw. Denn hier überspannt der Trainer den Bogen massiv. Warum?
Die von Löw ausgesprochene Strafe, Kuranyi würde unter seiner Ägide nicht mehr in der Nationalelf spielen dürfen, trifft nämlich nicht nur den Schalker Spieler. Diese Strafe betrifft die gesamte Nationalmannschaft und somit den gesamten DFB. Denn schauen wir uns doch mal die Auswirkungen dieser Entscheidung genauer an.
Kuranyi liegt mit momentan 17 geschossenen Toren an der Spitze der Bundesliga Torjäger. Kein anderer Stürmer konnte in dieser Saison bisher einen ähnlichen Schnitt aufweisen, wie der Schalker. Die Konstanz seiner Leistungen sucht man – mit Ausnahme von Leverkusens Stefan Kießling – in dieser Spielzeit woanders vergebens. Und die Nationalelf hat derzeit vor allem ein Problem: Den Sturm.
Dass die Integration eines Spielers ohne dessen Teilnahme an den Vorbereitungsspielen der Nationalmannschaft trotzdem funktionieren kann, hat Löw gemeinsam mit Klinsmann bereits bei der WM 2006 im eigenen Lande bewiesen. Ein damals international recht unbekannter Nicht-Nationalspieler namens David Odonkor wurde ohne Länderspielpraxis in den WM Kader der Nationalmannschaft berufen und trug mit seinem Flankenlauf im Vorrundenspiel gegen Polen wesentlich zum Spiel entscheidenden Tor in der 90. Minute bei.
Somit macht Löw sein persönliches Problem also zu einem Problem von gesamt Fußball-Deutschland. Löw kann es sich nüchtern betrachtet einfach nicht leisten, auf einen Stürmer wie Kuranyi für die WM in Südafrika zu verzichten. Dies sehen auch viele andere prominente Fußball-Experten genauso. Mit Franz Beckenbauer an der Spitze, unterstützt von Völler, Calmund und vielen anderen scheint die sportliche Entscheidung klar zu sein. Das Einzige, was der Nominierung von Kuranyi noch im Wege steht, ist das ausgeprägte Ego von Bundestrainer Joachim Löw.
Es bleibt also nur zu hoffen, dass auch ein Jogi Löw die Größe besitzt, über seinen eigenen Schatten zu springen und Kevin Kuranyi zurück in die Nationalmannschaft zu beordern. Der Schalker hat sicherlich aus seinem Fehler gelernt und wird zukünftig Löw gegenüber loyaler denn je eingestellt sein. Das sollte auch ein Bundestrainer anerkennen können.
Fußball-Deutschland hofft. Das Abschneiden der Deutschen bei der WM in diesem Jahr hängt zumindest zum großen Teil vom Ausgang dieser Frage ab: Darf Kuranyi das Nationaltrikot noch mal überziehen oder setzt sich die Sturheit des Nationalcoachs durch?
Glück Auf!
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Die Bodegas Valdemar ist ein alt eingesessener Familienbetrieb. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1889. Der heutige Besitzer, Jesus Martinez Bujanda, leitet das Weingut gemeinsam mit seinen Kindern Ana und Carlos. Und dies auch sehr erfolgreich, wie der aktuelle Wein der Woche beweist.
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