Irgendwie erscheint dem Weinschreiber in letzter Zeit häufiger ein Wein des mittlerweile doch bekannten Weinguts in der toskanischen Maremma. Grund genug, um sich mit dessen Weinen auseinander zu setzen. Diese bestehen aus bis zu sieben (!) verschiedenen Rebsorten. Ein mutiger Wein also, die Vision verkörpernd, „…einem Wein wie Seide – fließend und elegant…“ (Quelle: http://www.ampeleia.it) zu erzeugen.
Ob das gelungen ist?
Maremma Rosso “Kepos” IGT 2007
(Grenache, Carignano, Mourvedre, Alicante, Marsellane)
Der kleine Bruder des Ampeleia präsentiert sich als früh trinkreifer Wein mediterraner Art. Primärfruchtig, etwas dropsig, dann vielschichtige Aromen von Gewürzen und dunklen Früchten. Blaubeere, Sauerkirsche. Ein Hauch floral wirkend.
Am Gaumen sehr saftig, mit guter Tanninstruktur und typisch kräftigem Säuregerüst. Ein schöner, zugänglicher Wein mit angenehmem Finale. 88 Ingo-Punkte.
Maremma Rosso “Ampeleia” IGT 2005
(50% Cabernet Franc, 20% Sangiovese, der Rest Grenache, Carignano, Mourvedre, Alicante sowie Marsellane)
Das Flagschiff des Hauses. Mit sieben Rebsorten kann der Wein aufwarten. Und daraus hat die kleine Winzertruppe einen interessanten Tropfen gewonnen.
In der Nase mit kräftigen Aromen nach Amarenakirsche, einem Hauch Kakao, dann Graphit und dunkle Beeren. Würzige Aromen fließen mit ein. Ein intensives Frucht-Kräuter-Spiel.
Am Gaumen dann mit komplexer Frucht, kräftiger Tanninstruktur und typisch italienischem, elegantem Biss. Ein zupackender Wein mit komplexer Statur und opulenter Fruchtigkeit. 90 Ingo-Punkte.
Die Weine von Ampeleia sind sehr interessant. Das Projekt der „Vieltrauben-Cuvetierung“ deutet klar auf die internationale Ausrichtung der Weine hin, auch wenn das hauseigene Verständnis das Hervorheben des lokalen Terroirs ist. Ob dies mit dieser Strategie erreicht wird, bleibt mal dahin gestellt. Der Weinschreiber indes kennt Alternativen aus der Maremma, die ursprünglicher wirken. Doch über Geschmack lässt sich nicht streiten. Und so wird auch der Ampeleia – sicher zu Recht – seine Fangemeinde haben.
CU
Bollinger
“Ich trinke Champagner, wenn ich froh bin, und wenn ich traurig bin. Manchmal trinke ich davon, wenn ich allein bin; und wenn ich Gesellschaft habe, dann darf er nicht fehlen. Wenn ich keinen Hunger habe, mache ich mir mit ihm Appetit, und wenn ich hungrig bin, lasse ich ihn mir schmecken. Sonst aber rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich Durst habe.” Legendär ist diese Antwort von Madame Lily Bollinger auf die Frage eines Reporters vom Daily Mail, zu welchen Anlässen Madame Champagner zu trinken gedenke. Dass sie dabei vor allem auf Kreszenzen des eigenen Hauses zugegriffen haben dürfte, liegt auf der Hand. Allerdings nicht nur aufgrund der geringen Entfernung zum eigenen Weinkeller. Denn auch qualitativ gehören die Champagner aus dem Hause Bollinger sicher zur ersten Garde der Region.
Das Haus Bollinger ist einer der wenigen im Familienbesitz verbliebenen Champagner-Hersteller. Nach Meinung des Weinschreibers darf das auch ruhig noch lange Bestand haben – wenn sich die Familie verträgt und die Champagnerqualität erhalten bleibt.
Bollinger: Special Cuvée
(65% Pinot Noir, 20% Chardonnay, 15% Pinot Meunier)
Das Traubengut stammt zu 80% aus Grand- und Premier Cru-Lagen der Champagne. Aus bis zu dreißig Cru-Lagen wird die Special Cuvée assembliert. Ergebnis ist ein Champagner mit einer feinen, floralen Nase, intensiven beerigen Aromen, feinwürzig und elegant in seiner Struktur. Am Gaumen mit feiner, ausgewogener Perlage, elegantem Auftreten und einem schönen Finale. 89 Ingo-Punkte.
Bollinger: Rosé
(62 % Pinot Noir, 24 % Chardonnay, 14 % Pinot Meunier)
In der Nase feine Noten von Erdbeere, feine Apfelnoten, feinwürzig. Ein eleganter Rosé, rund und ausgewogen. Am Gaumen mit sehr schöner, finessenreicher Perlage, einer tollen Säurestruktur und vielschichtigen Kräuteraromen. Hervorragend! 91 Ingo-Punkte.
Bollinger: La Grande Année 1999
(63% Pinot Noir, 37% Chardonnay)
Matthew Jukes beschrieb den 1996er als ein Joint Venture zwischen Gott und Bollinger.
Das Traubengut für die Grande Année stammt ausschließlich von Grand- und Premier Cru-Lagen aus der Champagne. 17 Crus wurden für die Assemblage des La Grande Année 1999 verwendet, wovon 82% Grand- und 18% Premier Cru-Lagen sind. Aromen nach Brioche, gelbem Steinobst, Orange, feinwürzige Nuancen. Am Gaumen mit sehr schönem Schmelz, geradezu perfekter Perlage. Vollmundig, fein kräuterig, mit sehr schönem, langem Finale. 93 Ingo-Punkte.
Bollinger: 1997 R.D.
(69% Pinot Noir, 31% Chardonnay)
RD steht für „récemment dégorgé“, d.h. vor kurzem degorgiert. Der RD Champagner von Bollinger ist ein Jahrgangschampagner, der mindestens 8 Jahre reifte, bevor er degorgiert wird. Das Datum der Degorgierung wird auf einem Etikett auf der Rückseite der Flasche vermerkt. Das Traubengut stammt ausschließlich von Grand- und Premier Cru-Lagen aus der Champagne.
In der Nase reife, jedoch absolut reine und vereinnahmende Aromen von Trockenobst, Brioche, Toast, feinstem Rauch. Extrem elegant, fein strukturiert, im besten Sinne des Wortes klassisch. Am Gaumen intensiv, fruchtig, feinwürzig, mit perfekter Perlage. Ein großes Champagnererlebnis, unendlich lang. Großer Champagner! 95+ Ingo-Punkte.
Serena Sutcliffe beschrieb Bollinger passend: “Bollinger ist nicht nur ein Champagner, sondern eine Institution, eine Bastion solider, beruhigender Beständigkeit in einer Branche mit vielen wechselnden Gesichtern.”
Dem ist nichts hinzuzufügen.
CU
Der Weinschreiber gibt zu: Er mag Champagner. Sehr sogar. Nicht, dass es keine anderen Schaumweine außer der Elite aus Frankreich sein dürften – im Gegenteil! Deutsche, spanische und italienische Erzeugnisse sind qualitativ schon lange auf Augenhöhe mit den französischen Kreszenzen. Doch der Mythos Champagner wirkt auch heute noch unvermindert fort. Nicht umsonst spricht man von Champagnermomenten und nicht von Riesling Brut Momenten.
Auf der ProWein hatte der Weinschreiber wieder die Möglichkeit, einige hervorragende Champagner zu verkosten. Zum einen aus dem Hause Ayala, welches seit 2005 zur Jacques-Bollinger-Gesellschaft gehört, die sich im Besitz der Familie Bollinger befindet. Zum anderen Bollinger selbst, einem der wohl bekanntesten und besten Champagnerhäuser.
Ayala
Ayala, das ist das Champagnerhaus mit der „Dosage Zero“. Durch sämtliche Qualitätsstufen hinweg bietet Ayala stets eine Variante ohne Zusatz des so genannten „Liqueur de tirage“, dem Zusatz aus einer Mischung aus Wein und Rohrzucker. Und trotz dieses Verzichts können auch diese Champagner mit Struktur und Tiefe überzeugen.
Ayala: Brut Nature Zero Dosage
(45% Pinot Noir, 30% Chardonnay, 25% Pinot Meunier)
Feine Hefenote, Brioche, feinwürzig, grüner Apfel. Ein kleiner Stinker, der aber mit der Zeit vergeht, dann Zitrusnoten, nussige Nuancen. Am Gaumen mit feiner Perlage, frisch, animierend, schön. Und das ohne Dosage. 85 Ingo-Punkte.
Ayala: Brut Majeur
(45% Pinot Noir, 35% Chardonnay, 20% Pinot Meunier)
In der Nase zunächst Apfel, Brioche, richtig ‚weinige’ Aromen, elegant. Am Gaumen vollmundig, feine Aromen von Apfel und Birne, eine schöne Perlage und schönem Abgang. Ein finessenreicher Champagner, der Spaß macht. 88 Ingo-Punkte.
Ayala: Blanc de Blancs 2000
(100% Chardonnay)
Duft nach Akazie, Zitrusfrüchten, Brotkruste. Exotisch anmutend, floral. Am Gaumen frisch, cremig, elegant, mit sehr schöner, animierender Frucht und perfekt abgestimmter Perlage. 89 Ingo-Punkte
Ayala: Perle d’Ayala 2002
(Chardonnay, Pinot Noir)
Feinhefige Aromen, Brioche, Rauch, reifer Apfel. Dann Himbeere, Toast. Am Gaumen mit sehr schöner, ausgewogener Perlage, einem elegant-kraftvollen Körper und sehr schöner Länge. 90+ Ingo-Punkte.
Ayala: Perle d’Ayala Nature 2002
(Chardonnay, Pinot Noir)
Wieder ein Champagner ohne Dosage, jedoch kräftiger Nase nach Zitrusaromen, grünem Apfel, fein nussiger Note, Brot. Am Gaumen extrem rund und ausgewogen, mit toller Frische und geradezu perfekter Perlage. Ein toller Champagner! 90+ Ingo-Punkte.
Ayala: Cuvée Rosé Nature
(Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Meunier)
Dieser Champagner war der erste Rosé der Geschichte der Champagne. Noten nach Himbeere, Erdbeere, einem Hauch Brotkruste. Am Gaumen mit enormer Fruchtigkeit, toller Perlage und feiner Säurestruktur. Tolles, erdbeeriges Finale. 90 Ingo-Punkte.
Ayala: Rosé Majeur
(Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Meunier)
Einladende, intensive Farbe sowie kräftige Nase. Feinwürzig, Brioche, feinhefig, mit Noten roter Beeren. Sehr frisch am Gaumen mit den Noten von roten Früchten, Brotkruste, Gewürzen. Vollmundig, elegant, mit sehr schöner Länge und reicher Perlage. Sehr gut! 91 Ingo-Punkte.
Fortsetzung mit Bollinger folgt.
CU
Wer einmal in seinem Leben wissen möchte, was Tannine sind, sollte sich mal einen jungen, traditionell ausgebauten Barolo aus einem guten Jahrgang gönnen. Trinkgenuss sieht zwar anders aus. Aber nach dem ersten Glas eines solchen Weins verrät die eigene Zunge genau, was die (be-)schreibende Weinzunft meint, wenn sie von Gerbstoffen spricht.
Diese Erfahrung konnte der Weinschreiber auf der diesjährigen ProWein machen, als er die Barbera und Barolo des piemontesischen Weinguts Vietti verkostete. Die Weine der Viettis wirken in ihrer Jugend anziehend und abstoßend zugleich. Anziehend, weil sie Zeugnis ablegen über die qualitativen Möglichkeiten der Nebbiolo Traube, abstoßend, weil sie ihre Reife erst in vielen Jahren erreichen werden.
Die Viettis erzeugen im mittelalterlichen Castiglione Falletto seit mittlerweile vier Generationen hervorragende Weine. Die traditionellen Methoden der Weinbereitung werden hier durch dem Einsatz moderner Technik ergänzt. Viel Arbeit im Weinberg und vor allem die strenge Selektion des Traubenmaterials bilden die Grundlage für charaktervolle Weine mit festem Körper und größter Finesse.
Vietti: „Roero Arneis 2008“
In der Nase eine Bonbon Note, nicht unangenehm, dann Birne, Stachelbeere, Apfelschale. Sehr saftig, mit feinem Schmelz ausgestattet, gute Säurestruktur. Ein feiner Weißer, der eher eleganter Natur ist. Macht Spaß. 85 Ingo-Punkte
Vietti: „Barbera d’Alba ‚Tre Vigne’ 2007“
In der Nase rotbeerig, dann Holunderbeere. Ein femininer Wein, zugänglich, elegant. Sehr gut. 86 Ingo-Punkte.
Vietti: „Barbera d’Asti ‚Tre Vigne’ 2007“
In der Nase Tee, Teer, wenig Frucht. Ein etwas spitz wirkender, herausfordernder Wein mit knackiger Säurestruktur, viel Biss. 84 Ingo-Punkte.
Vietti: „Barbera d’Alba ‚Scarrone’ 2006“
Blaubeere, dann erdige Noten, Graphit, Brot. Mürbe Tanninstruktur, gut ausbalancierte Säurestruktur. Noch sehr junger, eleganter Saft mit sehr schöner Länge. 88+ Ingo-Punkte.
Vietti: „Barbera d’Alba ‚Scarrone Vigna Vecchia’ 2006“
Typisch beerig-rauchige Nase mit erdigen Noten. Dann Blaubeere, Brombeere und eine deutliche mürbe Tanninstruktur. Derzeit unnahbar, jedoch mit viel Potential. 90+ Ingo-Punkte.
Vietti: „Barbera d’Asti ‚La Crena’ 2006“
Holunder, Hagebutte. Am Gaumen mit etwas spitzer Säure, jedoch vollem Körper. Noch sehr jung. 89 Ingo-Punkte.
Vietti: „Nebbiolo ‚Perbacco’ 2006“
Sehr elegante, beerige Nase, leicht rauchig wirkend, dunkle Beeren, Sauerkirsche. Am Gaumen mit schönem Biss, einer harmonischen Tanninstruktur und vollmundigem Körper. Ein sehr schöner Nebbiolo mit guter Länge. 90+ Ingo-Punkte.
Vietti: „Barbaresco ‚Masseria’ 2005“
Ätherische Nase, dann Hagebutte, elegant wirkend. Am Gaumen herausfordernde, mürbe Tannine, ein tolles Säuregerüst, knochentrocken, extrem jung. Und gut! 91 Ingo-Punkte.
Vietti: „Barolo ‚Castiglione’ 2005“
Eine sehr elegante, fast feminine Nase, weich, rotbeerige Frucht, Graphit. Am Gaumen mit feinem Biss und einem tollen Körper. Die mürben Tannine lassen Großes erwarten. 92+ Ingo-Punkte.
Vietti: „Barolo ‚Brunate’ 2005“
Enorme Nase nach roten und dunklen Beeren, Sauerkirsche, Kräutern, feines Holz. Ein kraftvoller Barolo mit viel Druck, mächtigen Tanninen und festem Biss. Viel zu jung, jedoch mit enormem Potential. Tolle Länge! 93+ Ingo-Punkte.
Vietti: „Barolo ‚Lazzarito’ 2005“
In der Nase rote Beeren, feiner Holzeinsatz. Am Gaumen sehr herausfordernd. Massig mächtige, mürbe Tannine, hinter denen sich der elegante Wein anzudeuten vermag. Lang. 92+ Ingo-Punkte.
Vietti: „Barolo ‚Rocche’ 2005“
Enormer, monumentaler Kraftprotz. Power pur – ob in der Nase oder am Gaumen. Dunkle Beeren, Sauerkirsche, leicht vanillige Note. Am Gaumen mit massig mürben Tanninen, einer kräftigen, jedoch hervorragend ergänzenden Säurestruktur, viel Biss, viel Saft, viel Power. Und ewig lang! Der hat das Zeug zum Großen! 94+ Ingo-Punkte.
Nach dieser Verkostung weiß man, was Tannine sind. Aber gleichzeitig auch, dass das Weingut Vietti zu den besten Erzeugern im Piemont zu zählen ist. Auch wenn die Preise für die Barolo zuweilen schockierend sein mögen – diese Weine verzeihen allemal eine kleine Sünde in der Haushaltskasse.
CU
Hmm. Bordeaux 2006. Das Jahr Eins nach dem Jahrhundertjahrgang. Was bringt der Jahrgang? Dies wollte der Weinschreiber – wieder einmal – auf der ProWein herausfinden. Begleitend zur Messe veranstaltet die SOPEXA mit der Union des Grands Crus de Bordeaux seit einigen Jahren in den Düsseldorfer Rheinterrassen eine Verkostung des aktuell abgefüllten Jahrgangs. In diesem Jahr war es also 2006. Und es sollte bei einigen Weinen für positive Überraschungen sorgen, war die Vorberichterstattung des Jahrgangs doch eher durchschnittlicher Natur.
Um sämtlichen Weinschreiber-kritischen Kommentaren gleich vorzubeugen, wiederholt der Weinschreiber gerne die Anmerkungen der letztjährigen Bordeaux Verkostung:
1. Der Weinschreiber ist und bleibt – wie eigentlich jeder andere aufrichtige Weinverkoster auch – bei seinen Bewertungen stets subjektiv, auch wenn er versucht, möglichst objektiv zu bewerten.
2. Der Weinschreiber trinkt noch keine vierzig Jahre Wein, kann also auf keine weit reichende Erfahrungen oder vieljährige Beobachtungen hochklassiger Bordeaux verweisen. Die Verkostungsnotizen zum Jahrgang 2006 sind die eines interessierten, jedoch nicht allwissenden Verkosters. Doch wer hat schon die Weisheit in Sachen Wein gepachtet…?
3. Der Weinschreiber ist allerdings der (subjektiven) Meinung, dass sich ein hochklassiger Wein stets mit wahrnehmbarer Qualität zu präsentieren hat. Grüne Töne sind störend und führen zur Abwertung, weil die bisherige Erfahrung des Weinschreibers in Sachen Wein Grüntöne als sich später bewahrheitendes Zeichen minderer Qualität interpretieren lassen. Der Jahrgang 2006 hat den Weinschreiber überraschenderweise jedoch nicht so enttäuscht, wie es im letzten Jahr der Jahrgang 2005 geschafft hat.
4. Der Weinschreiber sieht nach wie vor keinen Grund, den Bordelaiser Crus besondere Ehrfurcht entgegen zu bringen. Schließlich leben die Winzer vom Geld der Endverbraucher. Wenn dem Weinschreiber also etwas an einem Bordeaux nicht passt, wird es an entsprechender Stelle genannt.
5. Der Weinschreiber hat eine eigene Meinung. Diese kann auch von anderen Meinungen abweichen. Unfehlbarkeit gehört nicht zu den Tugenden des Weinschreibers. Allerdings auch nicht zu den Tugenden der anderen Verkoster.
Und hier nun die subjektiv-objektive Wahrnehmung der vom Weinschreiber verkosteten Weine des Bordeaux-Jahrgangs 2006:
Pessac-Léognan
Domaine de Chevalier 89+
Château de Fieuzal 88
Château de France 87
Château Haut-Bailly 86
Château Haut-Bergey 87+
Château la Louvière 86
Château Latour-Martillac 88
Château Malartic-Lagravière 90
Château Olivier 88+
Château Pape Clément 92+ (wieder ein sehr gelungener Wein!)
Château Smith Haut Lafitte 93 (ebenfalls wieder toll gelungen!)
Saint-Emilion
Château Canon 91
Château Canon-la-Gaffelière 94
Château Franc-Mayne 85
Château la Couspaude 90+
Château la Dominique 91
Château la Gaffelière 92
Château la Tour Figeac 84 (Zu fett, eindimensional)
Château Larmande 87
Château Troplong Mondot 93+
Château Trottevieille 92
Pomerol
Château Beauregard 85+
Château Clinet 86
Château Gazin 90
Château La Cabanne 86
Château La Pointe 91
Château Petit Village 90
Moulis-En-Médoc
Château Chasse-Spleen 87
Haut-Médoc
Château Beaumont 84
Château La Lagune 91
Margaux
Château Brane-Cantenac 89
Château Cantenac Brown 90
Château Dauzac 90
Château Desmirail 86
Château du Tertre 87
Château Durfort Vivens 87
Château Ferrière 81
Château Giscours 92 (wieder schweinelecker)
Château Kirwan 93
Château Labégorce 89
Château Lascombes 89+
Château Marquis de Terme 86
Château Prieuré-Lichine 87
Château Rauzan-Gassies 86
Château Rauzan-Ségla 89
Saint-Julien
Château Beychevelle 85
Château Branaire-Ducru 93
Château Lagrange 91
Château Langoa Barton 90
Château Léoville Barton 93+
Château Léoville Poyferré 92
Château Saint-Pierre 90
Château Talbot 93
Pauillac
Château Batailley 92
Château Clerc-Milon 92
Château Croizet-Bages 87
Château d’Armailhac 91+
Château Haut-Bages Libéral 89
Château Lynch-Bages 93
Château Lynch-Moussas Klarer KORK! Wurde nur nicht vom Anbieter anerkannt. Peinlich!
Château Pichon-Longueville 93
Château Pontet-Canet 93
Saint-Estèphe
Château Cos Labory 91+
Château Lafon-Rochet 88
Château Ormes de Pez 88
Château Phélan Ségur 87
Sauternes/Barsac
Château Broustet 89
Château Climens 91
Château Coutet 92
Château de Fargues 93
Château Doisy Daene 93
Château Guiraud 91
Château La Tour Blanche 93 (Schweinelecker!)
Château Suduiraut 92
Das war also der Jahrgang 2006. Weinschreibers Meinung hierzu fällt relativ zwiespältig aus: Teilweise richtig guter Wein. Allerdings handelt es sich beim Jahrgang 2006 um den zweitteuersten Bordeaux Jahrgang der Geschichte – nach 2005! Ob man diese Preisentwicklung unterstützen soll? Andere Regionen haben auch schöne Weine im Angebot…
CU
Dass derzeit noch kein ausführlicher Bericht über die ProWein auf Weinschreibers Seite zu lesen ist, hat einen einfachen Grund: DerWeinschreiber ist gerade zu Besuch in der Schweiz, genauer im Kanton Schwyz, und erfreut sich der heimischen Weine. Ein sehr schöner, runder, viel zu junger Fläscher Pinot Noir Reserve 2007 von Hermann (91 Ingo-Punkte) und im Anschluss ein Cayas - Syrah du Valais Reserve 2006 von Gilles Besse (91+ Ingo-Punkte) machen richtig Spaß! Mal sehen, welche Korken diesen Abend auch nicht mehr in der Flasche überleben werden.
CU
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Bodegas Valdemar:
Die Bodegas Valdemar ist ein alt eingesessener Familienbetrieb. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1889. Der heutige Besitzer, Jesus Martinez Bujanda, leitet das Weingut gemeinsam mit seinen Kindern Ana und Carlos. Und dies auch sehr erfolgreich, wie der aktuelle Wein der Woche beweist.
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