Und weiter ging es mit den Prognosen, die sich dieses Mal jedoch als etwas ungenau erwiesen. Trotzdem denkt der Weinschreiber, dass sich auch postspielum die Lektüre lohnt
Für alle, die es nicht erwarten können, habe ich schon mal den Kaffeesatz genauestens untersucht und hierbei u.a. den Spielverlauf für das heutige Spiel Deutschland – Costa Rica gesehen.
Also, 18.00.53: Nach der pathetisch triefenden Rede unserer Lichtgestalt, bei der Angela Merkel fleissig in Vorbereitung für Ihre nächste Weihnachtsrede mitschreibt, und Sarah Connor im Rahmen ihrer durchaus beschränkten Fähigkeiten „Fußball ist unser Leben“ im Chor der Weltmeister von 1974 trällert ist es endlich soweit:
Anstoß! Das große Fußballfest hat begonnen.
Ballack, „Deutschlands Wade“, ist nicht auf dem Platz und vertröstet sich derweil im VIP Bereich mit den Sponsoren bei einem Stößchen Dominio de Conte Reserva 2001, Südlage, vor 09:30 morgens gezupft. Noch mitten in Verhandlung mit Procter und Gamble über die Vermarktung Ihrer aktuellen Männnerpflegeserie schlägt es schon das erste Mal zu: 1:0 für Deutschland in der zweiten Minute. Die Ticos noch geistig in der Kabine und sich ärgernd, dass es Schweinshaxensouffle im Sauerkrautmantel garniert mit einem Koriandersalat statt der bestellten (und vom Witzigmann persönlich zubereiteten) braunen Bohnen im Maisfladen im Catering Bereich als Verpflegung gab. Torschütze: Klein-Poldi (noch Köln).
Wieder Anstoß, die Deutschen topp motiviert, der Ball wird sofort mit einer Siegfriedmäßigen Grätze von den Ticos durch Schneider abgeholt, Borowski auf Klose, Klose auf Klein-Poldi, Klein-Poldi auf Klose, Doppelpass mit Neuville, Schuss aus exakt 17,37 Metern in die linke Ecke: Zack, da klingelt es zum zweiten Mal. 2:0 für Deutschland in der dritten Minute.
In der Folgezeit ziehen sich die Deutschen in die eigene Hälfte zurück, um die Ticos auf Anweisung des Bundeswirtschaftsministers als größten Importeur von Freilandbananen nicht zu düpieren. Der Bundesinnerminister fürchtet hierbei um die innere Sicherheit bei einer Unterversorgung von EU-normierten Einheitsbananen bei der Bevölkerung im Osten der Republik.
39. Minute: Lehmann sucht den Titanen auf der Bank mit Blicken und versucht ihn mit dem überheblichen Lächeln zu demütigen. Dabei rutscht im der Ball aus der Hand. Tor für Costa Rica. Klinsmann misshandelt in der Folgezeit eine übergroße Plüschkreditkarte des Hauptsponsors MasterCard.
45. Minute: Halbzeit. Der Kaiser belästigt die Nation mit sinnentleerten Halbwahrheiten. Gott sei Dank beginnt der Werbeblock…
Die zweite Halbzeit in Kürze: Nach seiner Ruckrede hat Klinsmann die Jungs wieder ausgerichtet und in schneller Folge fallen die Tore zum 3:1 bis 7:1. Die Ticos völlig konsterniert und frustriert, ziehen sich an die linke Eckfahne zurück, singen volkstümliche Lieder und klatschen dabei in die Hände bis der Schiedsrichter aus Mitleid das Spiel in der 77. beendet.
Dem ist - wieder einmal - nichts hinuzufügen!
CU
RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. | TrackBack URI
Theme copyright © 2002–2012 Mike Little
[powered by WordPress.]
Suche:
Bodegas Valdemar:
Die Bodegas Valdemar ist ein alt eingesessener Familienbetrieb. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1889. Der heutige Besitzer, Jesus Martinez Bujanda, leitet das Weingut gemeinsam mit seinen Kindern Ana und Carlos. Und dies auch sehr erfolgreich, wie der aktuelle Wein der Woche beweist.
Mehr
Foren
Gastro- und Genuss-Blogs
Wein-Blogs
Wein-Blogs international
Weitere Blogs
29 queries. 1.425 seconds